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Robert Bosch GmbH (Bosch)

Der Unternehmensbereich Mobility Solutions ist einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie weltweit. Er bündelt Kompetenzen in der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die Geschäftsfelder sind Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Sicherheits- und Assistenzsysteme, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP® oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Bosch arbeitet seit Jahren an der Vision vom unfallfreien Fahren und entsprechenden Aspekten des automatisierten Fahrens. Dabei war und ist man in vielen Projekten wie z.B. MOTIV, INVENT, AKTIV, simTD, UR:BAN, CONVERGE, Ko-HAF und RobustSense (in Vorbereitung) aktiv. Bosch nutzt Simulationswerkzeuge und -methoden und betreibt weltweit mehrere Testgelände. In der Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen und dazugehöriger Sensorik besitzt Bosch langjährige Entwicklungs- und Serienerfahrung. Bereits seit 2011 arbeitet Bosch am hochautomatisierten Fahren. Dies bezieht sich auf die Spezifikation und Entwicklung von Sensor- und Aktuatorsystemen sowie Steuergeräten für die spezifischen Anforderungen des hochautomatisierten Fahrens. Als Systemanbieter hat man Erfahrungen in der Funktionsentwicklung, System- und E/E-Architektur und funktionaler Sicherheit. Prototypisch wurden zwei Versuchsträger in Deutschland und zwei in USA als Entwicklungsfahrzeuge für HAF-Funktionen aufgebaut.

Im Rahmen des Projekts Pegasus wird Bosch im Teilprojekt 1 die Anwendungsszenarien u.a. hinsichtlich technischer Grenzen von Sensorik und Aktuatorik definieren sowie erweitern. Dies wird sowohl für den Autobahn-Piloten als auch für das noch zu definierende erweiterte Anwendungsszenario umgesetzt. Daneben wird ein Verfahren zur Bestimmung eines Maßes für das Sicherheitsniveau des Autobahn-Piloten entwickelt und Teilaspekte einer Sensitivitätsanalyse umgesetzt. Im Teilprojekt 2 wird Bosch die Entwicklungsprozesse aus Tier1-Sicht sammeln, analysieren und deren Eignung für hochautomatisierte Systeme bewerten. Hier werden die Limitationen des Satzes an relevanten Szenarien und Bewertungskriterien erarbeitet.

Der Fokus der Bosch-Aktivitäten wird im Teilprojekt 3 liegen: Anforderungen an Sensorik und ihre technische Grenzen. Dazu werden zunächst Szenarien vor allem bezüglich der Sensorgrenzen detailliert und parametriert und ein passendes Testkonzept festgelegt. Anschließend werden Anforderungen an Radar- und Kameramodelle erarbeitet und entsprechende Modelle prototypisch umgesetzt sowie in der Bosch-Simulationsumgebung integriert und anhand ausgewählter Referenzszenarien getestet. Darüber hinaus werden die Anforderungen an Prüfgelände bzgl. Sensoren und benötigter Straßeninfrastruktur definiert und in Teilen umgesetzt. Schließlich erfolgt im Feldtest die Identifikation relevanter Szenarien vor allem bezüglich der für die Sensorik relevanten Aspekte, die dann in die Datenbank eingespeist werden. Für Prüfgelände- und Feldtests wird ein existierender Versuchsträger mit eingebracht.

Bosch wird innerhalb des Teilprojekts 4 den Reviewprozess festlegen und die notwendigen Reviewtemplates erstellen. Zu den vereinbarten Meilensteinen werden die notwendigen Reviews durchgeführt und dabei in die Teilprojekte 1 bis 3 eingebunden. Die Teilprojekte werden über eine Betrachtung der Referenzszenarien inhaltlich überprüft. Außerdem wird Bosch bei der Entwicklung des Reifegradmanagements und dessen Umsetzung unterstützen. Schließlich wird die Anwendbarkeit der im Projektkontext entstehenden Prozesse geprüft und zurückgemeldet.